.:: Die wohl preiswertesten Methoden gute Mondfotos zu schießen ::.

 

Jeder, der schon einmal versucht hat den gerade tollen, großen, roten Mond mit seiner Standart-Digitalkamera und vielleicht max. 3-fach Zoom zu fotografieren, hat sicher schnell gemerkt das entweder die Vergrößerung des Objektivs noch lange nicht genügt, oder die Auflösung der Kamera für einen passenden Bildausschnitt auch nicht ausreicht.

Zwei preiswerte Varianten, gute Mond bzw. vergrößerte Landaufnahmen zu machen, sehen so aus:

Man benötigt: Fotoapparat / Digitalkamera
 

Fotostativ

 

Bohrmaschine oder Akkuschrauber sowie einen 6,5mm Bohrer

Variante 1: Fernglas, eine Metall-Lochplatte, Kabelbinder
Variante 2: Fernrohr, 20x40 Aluminiumschiene, Kabelbinder
 

Ein paar Unterlegscheiben,1 Schraube und 1 Mutter (beide mit Gewinde das in die Kamera bzw an das Gewinde des Stativs passt, ist eigene Norm) und ca. 1 Std. Zeit ; )

 

.::Variante 1 - mit Fernglas, Lochplatte und Kabelbinder.

 

In meinem Fall hatte ich ein altes 8x30 DDR Fernglas zur Verfügung, was sich in Größe und Optik als völlig ausreichend erwies.

Die Größe der Metall-Lochplatte richtet sich in erster Linie nach der Größe des Fernglases, da es den meisten Platz auf der Platte benötigt. Die auf der Platte vorgebohrten Löcher haben einen Durchmesser von ca. 5mm, wovon eines, welches zum Halten des Ganzem auf 6,5mm aufgebohrt werden muss. Um zu sehen an welcher Stelle aufgebohrt werden muss, Fernglas und Kamera mit ausgefahenem Objektiv so auf die Platte legen, das sich Objektiv der Kamera und Okular des Fernglases so dicht wie möglich gegenüber stehen. Das Loch was am nähesten am Stativgewinde der Kamera ist (rot markiert), wird aufgebohrt . In diesem Fall hält die Stativschraube Kamera und Lochplatte gleichzeitig.

Bei einem schweren Fernglas empfiehlt es sich ein zweites Loch zu bohren (blau markiert) um das Gewicht besser zu verteilen. In dem Fall benötigt mann eine passende Schraube, da die Stativschraube kein normales Feingewinde hat.

Das Objektiv der Kamera maximal zoomen um einen schwarzen Rand auf den Fotos zu vermeiden. Um die Höhe des Fernglas zu korrigieren einfach eine dünne Holzleiste o.ä. darunter legen. Das Fernglas mit den Kabelbindern an den entsprechenden Löchern der Platte justieren.

Erst das Fernglas mit dem Auge scharf stellen, dann an der Kamera mit Autofokus oder manuell scharf stellen. Ein 100%ig scharfes Foto darf man jedoch nicht erwarten, da man halt Linse an Linse fotografiert. Am PC nachschärfen sollte man schon etwas. Da das Stativ beim Auslösen der Kamera etwas nach schwingt, emfielt es sich den Selbstauslöser (2 sec. reichen aus) oder soweit vorhanden, eine Fernbedienung zu benutzen.

Hier ein Beispiel vom letzten Halbmond. Der Mond ist sehr hell, daher reicht eine relativ kurze Verschlusszeit.

 

.::Variante 2 - mit Fernrohr, Aluschiene und Kabelbinder.

Hierzu hatte ich ein etwas älteres, russisches Fernrohr 20x50 "Tourist-3" ; ) zur Verfügung.

Die Aluminiumschiene (20x40mm oder Breiter) sollte zur besseren Stabilität einen Winkel haben.

Fernrohr und Kamera so neben die Schiene legen, wie sie in etwa einmal darauf befestigt werden sollen, dann Überschuss der Schiene absägen, entgraten. Um Kratzer an den Geräten zu vermeiden, scharfe Kanten mit Isolierband abkleben.

An der Stelle, an der einmal die Kamera befestigt werden soll, den Winkel einsägen und gerade biegen. Ein 6,5mm Loch für die Befestigung der Kamera bohren, ein zweites Loch um die Schiene am Stativ zu befestigen, vorher den ungefähren Schwerpunkt des Ganzen feststellen.

Die Kamera mit einer passenden Schraube (z.B. von einer Blitzlichtschiene) befestigen, Kameraobjektiv voll auszoomen um so wenig schwarzen Rand wie möglich fotografieren zu müssen. Das Fernrohr mit z.B. eine Holzklötzchen so justieren, daß das Okular sich so dicht wie möglich am Kameraobjektiv befindet, dann mit Kabelbindern an der Schiene befestigen. Mit einer passenden Schraube komplette Schiene am Stativ befestigen.

 

Erst das Fernrohr mit dem Auge scharf stellen, dann an der Kamera mit Autofokus oder manuell scharfstellen. Ein 100%ig scharfes Foto darf man jedoch auch hier nicht erwarten, da man halt Linse an Linse fotografiert. Am PC nachschärfen sollte man schon etwas. Da das Stativ beim Auslösen der Kamera etwas nach schwingt, emfielt es sich den Selbstauslöser (2 sec. reichen aus) oder soweit vorhanden, eine Fernbedienung zu benutzen.

Viel Spaß beim basteln!

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